Ratgeber

Kassenexport auswerten: welche Spalten du brauchst und was schiefgeht

4 Minuten Lesezeit

Fast jedes Kassensystem kann Verkäufe als CSV- oder Excel-Datei ausgeben. Wer den Kassenexport auswerten will, scheitert aber oft an fehlenden Spalten oder an Formatfehlern. Hier steht, was im Export stehen muss und wie du die häufigsten Probleme behebst.

Welche Spalten du brauchst

Für die Einkaufsplanung brauchst du Verkäufe auf Zeilenebene. Eine Zeile ist ein verkaufter Artikel in einer Größe auf einem Bon. Summen je Tag oder je Warengruppe reichen nicht, weil dir dann Größen und Modelle fehlen.

SpalteBeispielWozu
Datum14.10.2025Saison und Wochenverlauf
Artikel- oder ModellnummerA-2231Auswertung je Modell
GrößeMGrößenkurve
FarbenavyAbverkauf je Farbe
Menge1Stückzahlen, Retouren
Verkaufspreis129,00Umsatz, Reduzierungen erkennen
Einkaufspreis52,00Budget zum Einkaufspreis
WarengruppeStrickGrößenkurve je Gruppe
FilialeLaden 1Vergleich zwischen Standorten

Hilfreich sind außerdem die Marke als eigene Spalte, der reguläre Verkaufspreis und eine Bonnummer. Steht die Marke nicht im Export, lässt sie sich oft aus dem Anfang der Artikelnummer oder aus der Warengruppe ableiten.

Neben den Verkäufen brauchst du den Bestand. Viele Systeme haben dafür einen eigenen Export. Er sollte Artikelnummer, Größe, Farbe, Filiale und Menge enthalten.

Wähle den Zeitraum passend zur Frage. Für die Vororder brauchst du mindestens die gleiche Saison des Vorjahres, besser zwei. Für die Ladenhüter-Liste reichen die letzten Wochen der laufenden Saison. Exportiere lieber einen längeren Zeitraum am Stück als viele kleine Dateien. Das spart später die Suche nach doppelten Zeilen.

Dezimalkomma und Zeichenkodierung

Die meisten Probleme entstehen beim Öffnen der Datei, nicht im Kassensystem.

Öffne die Datei in Excel deshalb nicht per Doppelklick. Nutze den Import über „Daten" und lege Trennzeichen, Dezimalzeichen und Kodierung selbst fest.

Retouren, Umbuchungen und Dubletten

Die zweite Gruppe von Fehlern verfälscht die Zahlen, ohne dass man es sieht.

Größen einheitlich schreiben

Größen werden an der Kasse oft unterschiedlich erfasst. Im selben Export stehen dann „XL", „xl", „X-Large" und „XL " mit Leerzeichen. Für eine Auswertung sind das vier verschiedene Größen.

Beispiel mit erfundenen Werten aus einem Export:

Schreibweise im ExportZeilenEinheitlich
XL212XL
xl37XL
X-Large18XL
XL (mit Leerzeichen)9XL
Summe276XL

Ohne Bereinigung würde XL mit 212 statt 276 Zeilen gezählt. Die Größenkurve würde XL um fast ein Viertel unterschätzen. Ähnlich geht es bei Zahlengrößen. „38", „38/40" und „EU 38" müssen einer Größe zugeordnet werden. Bei Doppelgrößen wie 38/40 entscheidest du einmal, wie du sie zählst, und bleibst dabei.

Den Export prüfen

Bevor du mit den Zahlen planst, mach drei Stichproben:

  1. Summe der Umsätze eines Monats mit dem Kassenbericht vergleichen.
  2. Verkäufe eines Modells mit dem vergleichen, was du aus dem Laden kennst.
  3. Liste aller vorkommenden Größen und Warengruppen ansehen und Schreibweisen vereinheitlichen.

Wenn das passt, kannst du weiterrechnen: die Abverkaufsquote, die Größenkurve und das Budget, zum Beispiel mit der Order-Budget-Vorlage. Ob dein Export alle nötigen Spalten hat, prüfst du kostenlos mit dem Kassenexport-Test.

Kurz gesagt

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Häufige Fragen

Welche Spalten braucht ein Kassenexport für die Einkaufsplanung?

Datum, Artikel- oder Modellnummer, Größe, Farbe, Menge, Verkaufspreis, Einkaufspreis, Warengruppe und Filiale. Mit der Marke als eigener Spalte wird die Auswertung je Marke einfacher.

Wie gehe ich mit Retouren im Kassenexport um?

Retouren stehen meist als Zeilen mit negativer Menge im Export. Du lässt sie drin und rechnest sie gegen, damit die Verkäufe je Größe und Modell stimmen.

Warum zeigt Excel meine Preise falsch an?

Oft liegt es am Dezimalkomma oder an der Zeichenkodierung. Beim Import legst du Trennzeichen, Dezimalzeichen und Kodierung fest, statt die Datei per Doppelklick zu öffnen.

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